F�hrerscheinklasse - AM

Klasse - AM

Fahrzeugart:
Zweir�drige Kleinkraftr�der und Fahrr�der mit Hilfsmotor (Mokick, Moped), dreir�drige Kleinkraftr�der und vierr�drige Leichtkraftfahrzeuge
Mit:
� bauartbedingter H�chstgeschwindigkeit maximal 45 km/h
� Verbrennungsmotor (Zweir�der) oder Fremdz�ndungsmotor (drei/vierr�drige Fahrzeuge): Hubraum maximal 50 cm�
� Elektromotor: Nenndauerleistung maximal 4 kW
� andere Verbrennungsmotoren bei drei- oder vierr�drigen Fahrzeuge: Nutzleistung maximal 4 kW
� Leermasse bei vierr�drigen Fahrzeugen (ohne die Masse der Batterien) maximal 350 kg

Klasse AM berechtigt auch zum F�hren von:
� Kleinkraftr�der mit einer bauartbedingten H�chstgeschwindigkeit von h�chstens 50 km/h, sofern sie vor dem 1. Januar 2002 erstmals in den Verkehr gekommen sind
� Kleinkraftr�der nach ehemaligem DDR-Recht (50 cm�, bauartbedingte H�chstgeschwindigkeit 60 km/h), die vor dem 1. M�rz 1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind

Mindestalter: 15
Geltungsdauer: ohne Befristung
Vorbesitz erforderlich: NEIN
Beinhaltet Klasse: Keine

Theoretische Ausbildung - Doppelstunden zu je 90 Minuten
Mindestumfang Theorieunterricht Vorbesitz einer anderen Klasse
ohnemit
Grundunterricht 126
Klassenspezifischer Unterricht 22
Gesamt 148

Praktische Ausbildung
Grundausbildung - keine Sonderfahrten

Die Fahrerlaubnis wird ohne Beschr�nkung erteilt, wenn die praktische Pr�fung auf einem Fahrzeug mit automatischer Kraft�bertragung abgelegt wird.

Diese Unterlagen und Nachweise sind dem Antrag f�r die Fahrerlaubnis beizuf�gen:
� Biometrisches Passbild
� Sehtest
� Kurs �ber lebensrettende Sofortma�nahmen
� Amtlicher Nachweis �ber Tag und Ort der Geburt (Personalausweis oder Reisepass)

Erg�nzende Erl�uterungen zu den Klassen A, A2, A1 und AM

Was ist neu bei den Fahrerlaubnisklassen AM, A1, A2 und A?
- Die Klasse AM wurde durch die Dritte EG-F�hrerscheinrichtlinie in den Staaten der Europ�ischen Union und des EWR als Klasse f�r Kleinstkraftr�der und andere schwach motorisierte Kraftfahrzeuge eingef�hrt. Die bisher in die nationale Klasse M fallenden zweir�drigen Kleinkraftr�der (Moped und Mokick) sowie die dreir�drigen Kleinkraftr�der und die vierr�drigen Leichtkraftfahrzeuge, f�r die bisher die Klasse S erforderlich war, wurden dieser Klasse zugeordnet. Bisher verstand man unter �Kraftrad" ein motorisiertes Zweirad. Der Begriff �dreir�drige Kleinkraftr�der" wurde durch die EU-weit g�ltige Typ-Genehmigungsrichtlinie eingef�hrt. Alle zur Klasse AM geh�renden Fahrzeuge haben gemeinsam, dass die bauartbedingte H�chstgeschwindigkeit auf 45 km/h und, falls sie von einem Verbrennungsmotor mit Fremdz�ndung (Otto-Motor) angetrieben werden, der Hubraum auf 50 cm� begrenzt ist. Bei Antrieb durch einen Elektromotor darf die Nenndauerleistung nicht gr��er sein als 4 kW. F�r die drei- oder vierr�drigen Fahrzeuge gibt es eine weitere Regelung: Bei einem Antrieb durch einen Verbrennungsmotor mit Selbstz�ndung (Dieselmotor) darf die maximale Nutzleistung nicht mehr als 4 kW betragen. Und bei den vierr�drigen Leichtkraftfahrzeugen ist die Leermasse auf 350 kg begrenzt, jedoch z�hlt das Gewicht der Batterien nicht zur Leermasse.
- Die Klasse A1 berechtigt auch zum F�hren dreir�driger Kraftfahrzeuge mit einer Leistung von nicht mehr als 15 kW. Bei den Leichtkraftr�dern ist au�erdem das Verh�ltnis Motorleistung zu Leermasse auf 0,1 kW je kg begrenzt.
- Die neu eingef�hrte Klasse A2 berechtigt zum F�hren von Kraftr�dern mit einer Motorleistung bis maximal 35 kW. Auch bei dieser Klasse ist die Leistung bezogen auf die Leermasse begrenzt: maximal 0,2 kW je kg.
- Die Klasse A berechtigt zum F�hren von Kraftr�dern ohne Leistungsbegrenzung (schwere, leistungsstarke Motorr�der).
Sie berechtigt auch zum F�hren dreir�driger Kraftfahrzeuge (Trikes) mit mehr als 15 kW. Diese fielen bisher in die Klasse B.

Was gilt, wenn das Verh�ltnis von Leistung zu Leermasse �berschritten wird?
Mit der Begrenzung der Motorleistung im Verh�ltnis zur Leermasse soll erreicht werden, dass die Leistungsbegrenzung auf 11 kW bei der Klasse A1 und auf 35 kW bei der Klasse A2 nicht durch extreme Leichtbauweise umgangen wird. Ein Fahrer begeht eine Straftat (Fahren ohne g�ltige Fahrerlaubnis), wenn er ein Kraftrad f�hrt, bei dem entweder die Hubraumgrenze (Klasse A1), die zul�ssige Leistungsgrenze oder das Verh�ltnis Leistung zu Leermasse �berschritten wird. Letzteres w�re beispielsweise der Fall, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis A2 ein Motorrad mit 35 kW und einer Leermasse von 150 kg f�hren w�rde. F�r dieses Kraftrad w�rde die Klasse A ben�tigt, da das Verh�ltnis von Leistung zu Leermasse mit 0,23 gr��er ist als 0,2.

Fahrerlaubnis auf Probe
Die Klasse AM wird nicht auf Probe erteilt. Allerdings wird bei der erstmaligen Erweiterung der Fahrerlaubnis auf eine andere Klasse die durch Erweiterung erworbene Klasse (z. B. Klasse B) auf Probe erteilt (ausgenommen sind Erweiterungen auf die Klassen L und T, die ebenfalls nicht auf Probe erteilt werden). F�r alle anderen Klassen gilt: Sie werden beim erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnis auf Probe erteilt.

Stufenf�hrerschein
Mit der Dritten EG-F�hrerscheinrichtlinie wurde der in Deutschland entwickelte Stufenaufstieg in den Kraftradklassen europaweit �bernommen und ausgeweitet. Beim Aufstieg von der Klasse A1 auf die Klasse A2 und beim Aufstieg von der Klasse A2 auf die Klasse A entf�llt die theoretische Pr�fung (� 15 Abs. 2a FeV) und damit auch die theoretische Ausbildung (� 7 Abs. 1 Nrn. 6 und 7 FahrschAusbO), sofern der Bewerber die jeweils niedrigere Klasse seit mindestens zwei Jahren besitzt. F�r die Erweiterung ist das Bestehen einer praktischen Pr�fung vorgeschrieben. Bei der Pr�fung muss der Bewerber von einem Fahrlehrer begleitet werden. Obwohl eine praktische Ausbildung nicht vorgeschrieben ist, muss sich der Fahrlehrer zun�chst davon �berzeugen, dass der Bewerber die notwendigen Kenntnisse und F�higkeiten besitzt, bevor er ihn zur Pr�fung anmeldet (� 7 Abs. 2 FahrschAusbO). F�r diese �berpr�fung empfiehlt es sich, mit dem Bewerber eine besondere vertragliche Vereinbarung abzuschlie�en. In allen anderen F�llen ist eine theoretische und praktische Ausbildung und Pr�fung vorgeschrieben. Dies betrifft:
- Direkteinstieg in A2 oder A
- Aufstieg von A1 direkt nach A
- Aufstieg von A1 nach A2 bzw. A2 nach A ohne mindestens zweij�hrigen Vorbesitz der jeweils niedrigeren Klasse.

Zu welchem Zeitpunkt muss beim Stufenaufstieg der zweij�hrige Vorbesitz der jeweils niedrigeren Klasse erf�llt sein?
Der Bewerber muss am Tag der Erteilung der Fahrerlaubnis den F�hrerschein der jeweils niedrigeren Klasse seit mindestens zwei Jahren besitzen. Die praktische Pr�fung darf bereits einen Monat vor Ablauf dieser Frist abgelegt werden (�17 Abs. 1 Satz 5 FeV).

Darf man mit den Klassen AM, A1, A2 und A auch Motorr�der mit Beiwagen f�hren?
Ja, f�r Motorr�der mit Beiwagen gibt es keinen besonderen F�hrerschein, aber das Fahren mit Beiwagen erfordert besondere Kenntnisse und Fertigkeiten.

Darf man mit den Klassen AM, A1, A2 oder A auch landwirtschaftlich genutzte Zugmaschinen fahren?
Nein, die Klasse L ist nicht in diese Klassen eingeschlossen.

Fahrschule Janssen GmbH - Weender Landstra�e 77 - 37075 G�ttingen - Tel. 0551 31554